Ruth Cohn Institut für TZI - Berlin/Deutschland-Ost
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Was ist Themenzentrierte Interaktion?
DIE THEMENZENTRIERTE INTERAKTION gründet auf einem humanistischen Menschenbild und ist eine Richtung innerhalb der Humanistischen Psychologie. Sie teilt deren Grundannahmen und Wertehaltung, insbesondere den Respekt vor dem Mitmenschen und seinen Entwicklungsmöglichkeiten.
TZI ist Basis für Lebenskunst
TZI übt die Balance zwischen den Interessen des Individuums, seinen Beziehungen, seinen beruflichen und privaten Aufgaben so, dass alle Faktoren zu ihrem Recht kommen. Ihr Ziel ist dabei die Stärkung der Fähigkeit jedes Menschen, zwischen den unterschiedlichsten Möglichkeiten seines Lebens in eigener Verantwortung entscheiden zu können. Dazu fördert sie u.a. seine Wahrnehmungsfähigkeit für die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Interessen und zugleich die Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der anderen.
TZI ist die Kunst, erfolgreich Gruppen zu leiten

THEMENZENTRIERTE INTERAKTION (TZI) ist ein System von Führung und Leitung, aber auch des Lehrens und Lernen,

  • in dem Ziele erreicht werden und gleichzeitig das Gruppengeschehen berücksichtigt wird;
  • in dem jedes Gruppenmitglied erfährt, dass es mit seinen Erfahrungen und Fähigkeiten für das Erreichen des gemeinsamen Zieles wichtig ist;
  • in dem die Kooperationsfähigkeit gestärkt wird;
  • in dem die Rahmenbedingungen beachtet werden.

Die TZI stellt ein Instrumentarium bereit, mit dem zugleich sachlich und lebendig gearbeitet werden kann:

  • Mit dem 4-Faktoren-Modell stellt sie eine umfassende Diagnose- und Analysemöglichkeit von Gruppensituationen zur Verfügung.
  • Mit dem Konzept der dynamischen Balance sorgt sie methodisch für einen Arbeits- und Entwicklungsprozess.
  • Das Chairpersonpostulat fordert und fördert die Eigenverantwortlichkeit und den Einsatz individueller Kompetenzen und Ressourcen.
  • Das Störungspostulat regt an zur Offenlegung und Integration unterschiedlicher Einstellungen, Werthaltungen und Sichtweisen. Seine Beachtung macht Leiten und Organisieren, Lehren und Lernen lebendig.
  • Mit dem Themenprinzip sichert die TZI zielgerichtetes und selbstbestimmtes Arbeiten.

Um diese Ziele zu verwirklichen, werden drei Wege beschritten:

  • in der Arbeit werden die vier wesentlichen Faktoren jeder Gruppenarbeit (das Individuum, die Gruppe, der Gegenstand der Arbeit und die Umgebungsbedingungen) gleichwertig berücksichtigt (Prinzip der dynamischen Balance)
  • Dem dient es, wenn der Leiter / die Leiterin für jede Arbeitseinheit ein Thema nennt, das zur gemeinsamen Weiterarbeit an der Sache anregt, und eine geeignete Arbeitsform wählt.
  • Der Leiter / die Leiterin ist als Mensch und Expertin so transparent wie möglich.
    Er / sie arbeitet partnerschaftlich und modellhaft am Gruppenthema mit. Damit wird die Eigenverantwortlichkeit der Gruppenmitglieder gefördert.
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