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Aufstellungen der besonderen Art

Ein Workshop zur Arbeit mit Aufstellungen in Gruppen

In der Arbeit mit Gruppen sind Aufstellungen eine kraftvolle Methode, um verborgene Zusammenhänge oder unbewusste Themen zu erkennen und kreative Lösungen zu finden. Viele kennen diese Möglichkeit aus der Familien-Aufstellung. Aber auch innere Zustände (z.B. Gefühle, Motive), Geschehnisse in Teams bzw. Organisationen lassen sich damit eher als mit Gesprächen verstehen bis klären. Sogar Sätze und Anliegen erhalten durch Aufstellungen eine verblüffend lebendige Gestalt. Wir konnten das an diesem Tag unter Leitung von Dr. Claudia König erproben und im Hinblick auf TZI und unsere eigene Praxis bedenken. Lesen Sie dazu den Bericht einer Teilnehmerin:

 


Felicia König:

Es ist immer alles da!

Ich bin da, am 12. Oktober zum halbjährlichen Regionaltreffen der sächsischen TZI-Begeisterten. Gelockt von der Gruppe, gelockt vom Thema. Und der Globe, in diesem Falle das Wetter, lockt mit herrlichem Sonnenschein nach Moritzburg. Viele vertraute Gesichter sind da, einige Neue werden herzlich aufgenommen. 21 Menschen, die Lust haben auf ein Thema: „Aufstellungen der besonderen Art“; als Anregung für die Arbeit mit Gruppen und für die Begegnung mit sich selbst und den eigenen Themen. Unter der Leitung von Dr. Claudia König und Peter Vogel wagen wir uns voran. „Aufstellungen“, das sei uns zu Beginn mitgegeben, „sind nicht auf Teufel komm raus zu machen – denn sonst kommt er raus, der Teufel.“ Es brauche viel Erfahrung und Wissen, um mit Aufstellungen zu arbeiten und den Themen zu begegnen, die durch Aufstellungen zu Tage kommen können. Wie also können wir uns in wenigen Stunden einen praktischen Eindruck verschaffen?Claudia König bietet uns eine passende Auswahl dazu an: Zuerst ist ein Ankommen für Jede/n bei sich selbst die wesentliche Grundlage, als angeleitete Besinnung auf sich, die eigenen momentanen Körperempfindungen, das Sein im Hier und Jetzt. Im zweiten Schritt begegnen wir uns in kurzen, intensiven Zweierbegegnungen: „Achte mich und lasse mich“, „Ich achte dich und ich lasse dich“.

Vom Ich, zum Wir, zum Thema. In Dreiergruppen erfahren wir praktisch die Aufstellung „Ich und mein Thema“. Achtsam nähere ich mich der/ dem Stellvertretenden eines für mich wichtigen Themas auf einem Weg im Raum. Was spüre ich? Was nimmt die/ der Stellvertretende und Beobachtende wahr? Bereits in diesen kleinen Übungen zeigt sich für Viele Überraschendes, so dass wir nach einem gemeinsamen Mittagessen und Zeit im Sonnenschein mit Neugier in den Nachmittag starten. In Vierergruppen geht es nun um Polaritäten, abgeleitet aus Themen, die uns bewegen. Zum Beispiel „Aushalten und Eingreifen“, „Rückzug und Beteiligung“. Zwei Vertretende dafür im Raum. Ich kann den Weg zwischen den Polaritäten praktisch beschreiten, wieder meine Körperreaktionen und Gefühle dazu wahrnehmen. Schließlich werde ich von meinen Vertretenden gefragt: „Wie geht es dir mit mir?“ Erneut überraschende und auch bereits vertraute Erfahrungen, Einsichten, Rückmeldungen und wichtige Impulse. Nützliche Handouts gibt es noch obendrauf.

Die Resonanz zum Abschluss am Nachmittag: 21 Menschen gehen bereichert, dankbar, müde, hoffnungsvoll und froh ihrer Wege. Und mich wird die TZI wieder locken, die Gruppe, die Wagnisse, das Thema - spätestens am 16. Mai 2020.

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