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Das Ganze leben - Das ganze Leben

Wir leben in einer aufgeregten Zeit, mit mehreren Wahlen, mit viel Auseinandersetzung um den richtigen Weg, mit Gehässigkeit und Empörung. Und wir tagen am Reformationstag: Martin Luthers wichtige Entdeckung war, dass wir „gerecht und schuldig zugleich“ sind und sein dürfen. Darauf gründet eine Haltung, die einen freundlichen, barmherzigen Umgang mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen und mit unserer Geschichte ermöglicht. Wie das geschehen kann, wie wir das Ganze leben – darum soll es an diesem Wochenende gehen. Drei Aspekte wollen wir in den Blick nehmen:

  1. Wir haben neben unseren guten Eigenschaften auch dunkle, ungeliebte und ungelebte Seiten, sogenannte „Schatten“. Sie gehören zu uns, auch wenn wir sie verdrängen und zu verbergen suchen. Zu einem ganzen Leben gehört, sie anzusehen, anzunehmen und sich mit ihnen zu befreunden. Aber wie kann uns das gelingen?
  2. Unser Leben hat Brüche, Fehlstellen, Halbheiten, Widersprüche. Wir sind oft nur „halb gut“ – als Ehemann oder Kollege, als Tochter oder Chefin. Wie schaffen wir aus den einzelnen Stücken unseres Lebens ein Ganzes, in dem auch das Platz hat, was nicht gelungen oder noch unentschieden ist?
  3. Die Sehnsucht nach einer heilen Welt fördert in unserer Gesellschaft eine Tendenz zur Rechthaberei, der zum Opfer fällt, was Fehler und Flecken hat, die Denkmäler stürzt, Sündenböcke jagt, Sprache reinigt. Davon wird die Welt aber nicht heil. Wie halten wir die Ambivalenzen unserer Geschichte und Gegenwart aus?


Die Tagung wird geplant und geleitet nach den Grundsätzen der Themenzentrierten Interaktion (TZI). Sie bietet daher eine Möglichkeit, TZI kennen zu lernen.


Ort:
Klosterhof St. Afra Meißen
Freiheit 16
01662 Meißen

Zeit:
29. (18.00 Uhr) bis 31. (12.30 Uhr) Okt. 2021

Leitung:

  • Claudia König
  • Ulrike Renker
  • Jens G. Röhling
  • Peter Vogel

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